Vielfalt erleben

© Naturfreunde Internationale
© Naturfreunde Internationale

Im Rahmen des Projekts „Vielfalt erleben“ erkundeten Wiener Volksschulkinder ihre Mehrsprachigkeit beim spielerischen Entdecken der Natur an einem Wienerwaldbach. Mit Unterstützung einer Sprachwissenschafterin und einer Ökopädagogin wurde das Naturerlebnis so gestaltet, dass die Kinder ihre Eindrücke in ihren verschiedenen Sprachen wiedergeben konnten. Das Projekt will den Wert von Mehrsprachigkeit vermitteln und ein vorurteilsfreies Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten fördern. Gleichzeitig ermöglicht es Kindern unterschiedlicher Herkunft das Erleben der Natur in ihrer Umgebung.

Die Idee, ein mehrsprachiges Naturerlebnisangebot zu schaffen, erklärt sich aus der Geschichte der Naturfreunde. Am Beginn stand eine soziale Bewegung, die unter anderem ArbeiterInnen den Zugang zur Natur ermöglichen wollte. Auch heute noch besteht dieser soziale Auftrag, Menschen die Natur zu vermitteln, die aus verschiedenen Gründen wenig Zugang zur Natur haben. Dazu zählen unter anderem Menschen mit Migrationsbiografien im städtischen Raum. Es wurde schnell klar, dass für die Naturvermittlung mit dieser Zielgruppe die Sprache eine zentrale Rolle spielt. Für die Entwicklung der konkreten Projektidee haben die Naturfreunde deshalb mit SprachwissenschafterInnen die mögliche Umsetzung diskutiert. Wie sich zeigte, gibt es schon viele Forschungsarbeiten zu der Frage, wie SprecherInnen mit Sprachen in einem mehrsprachigen Umfeld umgehen können. Obwohl Mehrsprachigkeit in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist, gibt es allerdings oft noch Vorbehalte gegen mehrsprachige Angebote. Stattdessen wird häufig auf eine einsprachige Verständigung (in Deutsch) Wert gelegt.

Ziel des Projektes war es, einerseits ein Angebot zum Naturerlebnis für Kinder mit Migrationsbiografien zu entwickeln, und andererseits zur Akzeptanz von Mehrsprachigkeit (im schulischen Umfeld) beizutragen, indem die entwickelten Aktivitäten frei zugängig gemacht werden.
Der innovative Ansatz des Projekts lag darin, Kinder durch das Erleben der Natur für ihre sprachliche Umwelt zu sensibilisieren. Erstmals wurden dabei sprachwissenschaftliche und erlebnispädagogische Methoden in Kombination eingesetzt, um Lerninhalte zu vermitteln. Die Auseinandersetzung mit der Natur weckte die Begeisterung der Kinder, förderte das konzentrierte Wahrnehmen der Eindrücke und unterstützte den Austausch des Erlebten mit ihren Mitmenschen. Neben dem Erforschen der Natur spielten dabei auch Naturerfahrungsspiele eine zentrale Rolle, da sie Gruppendynamiken in Gang setzen, die Wahrnehmung schärfen und zum Nachdenken anregen.

Weitere Informationen können in der Broschüre „Vielfalt erleben – Mehrsprachig in der Natur“ nachgelesen werden, welche auf der Website der Naturfreunde Internationale kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

Eine genaue Projektbeschreibung kann des Weiteren auf der Bildungslandkarte nachgelesen werden.

Die nächsten Einreichfristen:

  • schulische Projekte
    einreichen bis 31. Oktober 2020

  • außerschulische Projekte
    derzeit keine Einreichung möglich
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