Offene FrauenWERKstatt

© Craftistas Wien
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Technik und naturwissenschaftlich begründete Prozesse haben heute immense Bedeutung, sowohl für die Umwelt als auch für unser aller Alltagsleben. Mädchen und Frauen kommen in diesen männlich dominierten Bereichen in Ausbildung und Beruf jedoch noch immer viel zu kurz. Das traditionelle Rollenverhalten hat sich diesbezüglich in den letzten Jahren nur wenig verändert und prägt auch die ökonomische Situation von Frauen. Aus wirtschaftlicher und auch gesellschaftlicher Perspektive müssen Mädchen und Frauen zukünftig in technisch-handwerklichen Arbeitsfeldern stärker vertreten sein und ihre Positionen, Sichtweisen und Kompetenzen einbringen. Technische bzw. handwerkliche Kompetenz entwickelt sich jedoch nicht von alleine. Es braucht dafür kompetente Unterstützung von Fachfrauen (‚role-models’) und spezielle Räume, die Schwellenängste gegenüber technisch-handwerklichem Tun bzw. Arbeiten überwinden helfen.

An diesem Punkt setzt die Arbeit der Craftistas Wien an, die sich der Idee verbunden fühlen, handwerkliche Materialien („craft“) und mit dem Ansatz des ‚Selber-Machens‘ („Activism“) zu verbinden und gleichzeitig die Grenzen der geschlechtsspezifischen Zuordnung unterschiedlicher handwerklicher Tätigkeiten zu sprengen.

Durch das Projekt wurden Mädchen und Frauen motiviert, ihre kreativen und technisch-handwerklichen Talente zu entdecken und ein technisch-handwerkliches Selbstverständnis zu entwickeln. Es wurden Arbeitsräume geschaffen, die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit fördern und positive Lernerfahrungen auf technisch-handwerklichem Gebiet ermöglichen. Ein weiteres Ziel lag in der Vermittlung technisch-handwerklicher und ökologischer Grundkenntnissen und Arbeitstechniken sowie dem Kennenlernen verschiedener Werkstoffe und Materialien und der fachgerechten Nutzung von Hand- und Standmaschinen. Mit dem Projekt sollte der Freiheitsgrad von Frauen im Hinblick auf Do it yourself und Reparaturen erhöht werden. Es ging des Weiteren um die Ermöglichung eines fachlichen und sozialen Austausches sowie um die produktive Zusammenarbeit über kulturelle Grenzen hinweg. Die Sinnhaftigkeit von ökologischem Handeln bewusst zu machen und zu zeigen wie z.B. durch Eigenarbeit und Reparaturen – anstelle von Neukauf – ökologische und ökonomische Vorteile erzielt werden können, stellten ebenfalls Ziele des Projektes dar.

Die Angebote der Offenen FrauenWERKstatt reichten von Do-it-yourself-Workshops, über zahlreiche Reparatur-, Recycling- und Energie-Cafés bis hin zu einer offenen Werkstatt-Nutzung.
Viele Teilnehmerinnen der diversen Angebote gaben an, Gelerntes im Alltag umsetzen zu können und in ihrem Selbstbewusstsein bezüglich der Umsetzung technisch handwerklicher Aufgabenstellungen gestärkt zu sein und lobten das positive Lernklima.

Weitere Informationen zum Projekt können auf der Website von Craftistas Wien – Offenen FrauenWERKstatt sowie auf der Bildungslandkarte nachgelesen werden.

Die nächsten Einreichfristen:

  • schulische Projekte
    einreichen bis 31. Oktober 2020

  • außerschulische Projekte
    derzeit keine Einreichung möglich
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